Flüge nach Sylt boomen

Westerland verzeichnet steigende Passagierzahlen. Dank der vielen neuen Direktflüge landen inzwischen viermal so viele Fluggäste auf Sylt, wie vor zehn Jahren.

Neue Direktverbindungen nach Sylt

So hat auch die süddeutsche Fluggesellschaft Rhein-Neckar Air, pünktlich zum Start in die Feriensaison, zwei weitere innerdeutsche Flugverbindungen auf die Nordseeinsel auf den Plan genommen. Das heißt: Nun geht es dreimal wöchentlich von Mannheim und einmal wöchentlich von Münster/Osnabrück nach Sylt. „Damit haben wir jetzt neun Direktverbindungen“, so Peter Douven, Geschäftsführer der Flughafen Sylt GmbH, gegenüber dem Abendblatt. Im Sommer landen täglich bis zu dreimal Flugzeuge von insgesamt vier Airlines. Darunter sind neben vielen kleinen regionalen Fluggesellschaften, wie Sylt Air, auch die Großen der Branche, wie Air Berlin.

Von Dresden nach Sylt fliegen

Auch ab Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg, München und Zürich gibt es Direktverbindungen. Gut für Passagiere, die von Dresden aus starten wollen. Dann heißt es nur einmal umsteigen. Denn außer nach Nürnberg starten von Dresden aus mehrmals täglich Flüge zu allen genannten Flughäfen mit Direktverbindung nach Sylt.

Auch von Düsseldorf, von wo aus das ganze Jahr auf die Nordseeinsel geflogen wird, gehen von Dresden mehre tägliche Flüge.
Immer mehr Urlauber sehen den kurzen Flug längst als Alternative zur Auto- oder Bahnfahrt oder zum Schiffstransfer. Der Flug von Hamburg nach Sylt dauert immerhin nur 50 Minuten. Auf Service muss man trotz des kurzen Fluges nicht verzichten. Bei Rhein-Neckar Air zum Beispiel ist die komplette Bordverpflegung inklusive.

Verkürzte Anreise nach Sylt

Dazu noch einmal Peter Douven im Abendblatt: „Wir erwarten in diesem Jahr 160 000 Fluggäste. Vor zehn Jahren waren es 45 000.“ Mit Lufthansa und Air Berlin, von München und Frankfurt, kommen die meisten Touristen. Die Preise können allerdings recht stattlich sein. Flüge in eine Richtung kosten zwischen 100 und 350 Euro.

Die Sylter selbst sehen den steigenden Flugverkehr über der Insel mit gemischten Gefühlen. Doch man lebt hier vom Tourismus und der funktioniert ohne An- und Abreise nicht. Hoteliers sind positiver gestimmt. Den Angesichts der sinkenden Aufenthaltsdauer der Gäste lege man große Hoffnungen in die bequemere und schnellere Anreise.

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