Rote zahlen bei Air-Berlin wirken sich auf Flugplan aus

Auch unter dem neuen Chef Stefan Pichler geht es der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin noch nicht viel besser. Ob die radikalen Umbaupläne und der aktuelle Rettungskurs des neuen Konzernlenkers schnell genug greifen, bleibt weiterhin fraglich.

Erneut Verluste bei Air Berlin

Bei der Präsentation des Geschäftsbericht von Air Berlin für das erste Halbjahr 2015 sprach Vorstandschef Stefan Pichler von wenig zufriedenstellenden Ergebnissen. Erneut habe die Airline einen Verlust von mehr als 200 Millionen Euro verbucht. Doch Pichler versuchte zu beruhigen und verwies auf sein umfassendes Umbauprogramm, das erste Erfolge zeige. So strich Pichler zum Beispiel Tickets zu Schleuderpreisen und unprofitable Flüge. Pichler kündigte allerdings während der Bilanzvorstellung auch weitere schmerzliche Schritte an. So wolle man sich nicht nur von Teilen des Konzerns trennen, sondern auch den Flugplan ausdünnen.

Kritiker geben auch diesen Plänen wenig Chancen. Denn die Höhe der Verluste habe sich inzwischen auf über 1 Milliarde Euro summiert – das ist fast ein halber Jahresumsatz. Dazu kommt, dass das Eigenkapital immer weiter in den Keller rutscht. Da scheinen auch die großzügigen Einlagen von Großaktionär Etihad wenig zu bringen.

Für das Personal von Air Berlin erweist sich die Kooperation mit der aufstrebenden Airline Etihad schon heute als Vorteil. Dort hat man angekündigt, den 52 Piloten von Air Berlin, die man sich schon seit einiger Zeit ausgeliehen habe, feste Verträge anzubieten.

Streicht Air Berlin Flüge ab Dresden?

Wie weit Air Berlin gehen wird, um seine Bilanzen zu sanieren, ist noch nicht bekannt. So kann man soweit nur spekulieren, ob die Fluggesellschaft auch bei den Flugverbindungen ab Dresden Einsparungen vornehmen wird. Zur Zeit fliegt Air Berlin ab dem Flughafen Dresden immerhin 23 x pro Woche nach Düsseldorf und täglich nach Palma de Mallorca. Bislang erfreuen sich die Flüge einer guten Auslastung. Kann man nur hoffen, dass es noch lange so bleibt.