Discountaktion von Air Berlin soll neue Kunden bringen

Geschäftsreisende aufgemerkt: Wer für 44-Euro von Dresden nach Düsseldorf fliegen möchte, kann seit Mitternacht unter airberlin.com/aktion versuchen, so ein günstiges Ticket zu erwerben. Der neue Air-Berlin-Chef Stefan Pichler hat gestern die Discountaktion, die eine Woche lang laufen soll, angekündigt. „Diese Tickets wird es zukünftig in hoher Verfügbarkeit und flächendeckend geben“.

Neue Billigtarife bei Air Berlin

Die Airline will damit für ihre neuen Billigtarife und spezielle Angebote werben, die vor allem für Geschäftsreisende interessant sind. Schon ab dem 5. Mai 2015 soll das neue Tarifkonzept für Kurz- und Mittelstrecken gelten. Vielflieger können ihren bei einer anderen Airline erflogenen Status sogar mitnehmen, wenn sie zum Vielflieger-Programm von Air Berlin wechseln. Zudem kündigt Pichler an, dass man künftig bei seiner „Lieblingsstrecke“ die doppelte Meilenzahl ansammeln kann.

Wie man das von anderen Billigfliegern gewöhnt ist, wird allerdings im günstigsten Tarif Just Fly in der Economyclass nur ein Handgepäckstück erlaubt sein. Getränke und Snack sind aber weiterhin inklusive.

Besseres Beschwerdemanagement

Deutliche Verbesserungen soll es auch beim Beschwerdemanagement geben. Wer in Zukunft etwas zu beanstanden hat, soll ab Juni innerhalb von 24 Stunden ein Feedback bekommen und nach spätestens sieben Tagen soll die Beschwerde bearbeitet sein. Zuvor müsse man noch eine „vierstellige Anzahl“ von Beschwerden der vergangenen Monate abarbeiten. Mit einer deutlichen Erhöhung der Mitarbeiterzahl will man diese Altlasten, mit denen die Airline immer wieder in die Schlagzeilen geraten war, loswerden.

Zudem wird sich ein Kundenbeirat ab sofort regelmäßig über den Service und die Kauferfahrungen austauschen. Denn Kunden und Mitarbeiter müssten am besten wissen, wo es hakt.

Zusatzangebote sollen Gewinn bringen

Stefan Pichler löst als CEO Wolfgang Prock-Schauer, der vergangene Woche überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte, ab. Pichlers Strategie sieht nun nicht, wie die seiner Vorgänger vor, auf die Kostenbremse zu drücken, sondern die Erträge zu steigern. Denn Trotz der niedrigen Einstiegstarife werden Tickets, je näher der Abflugtermin rückt, künftig umso schneller teurer.

Zudem sollen Zusatzangebote, zum Beispiel eine bessere Bordverpflegung, für die die Kunden gern ein paar Euro mehr bezahlen, Geld in die Kasse spülen. Pichler ist sich allerdings bewusst, dass Air Berlin durch solche Nebeneinnahmen in diesem Jahr noch nicht in der Gewinnzone landen wird.

Reisende, die ab Dresden mit Air Berlin fliegen möchten, können die Direktverbindungen nach Düsseldorf (23x wöchentlich) und Palma de Mallorca (mehrmals wöchentlich) nutzen.