Flair Gastronomie am Flughafen Dresden soll erhalten bleiben

Der schon lange gärende Streit zwischen dem Flughafen Dresden und dem Betreiber der Flughafengastronomie geht in die nächste Runde. Laut Flughafen-Gastronom Roland Hess geht es im Kern darum, dass der Flughafen gemachte Zusagen zu Passagierzahlen und der zu erwartenden Geschäftsentwicklung nicht einhalten konnte. Zudem hatte man sich vor Jahren darauf geeinigt, dass die Flair Gastronomie Dresden alleiniger Betreiber gastronomischer Dienstleistungen am Flughafen Dresden sei. Wiederholt hätten die Entscheider am Airport aber Gastronomie-Konkurrenz zugelassen.

Flair-Gastronomie genießt Bestandsschutz am Flughafen Dresden

„Im Zuge des Vertragsabschlusses mit dem Flughafen Dresden wurde der Flair Gastronomie Dresden GmbH zugesichert, neben den Bestandsschutz genießenden Betrieben alleiniger Anbieter gastronomischer Dienstleistungen zu sein. Dies beinhaltet auch, dass Flair um Erlaubnis gebeten werden muss, wenn sich ein weiteres gastronomisches Gewerbe auf dem Gelände des Flughafens ansiedeln möchte. Im Gegenzug hierzu wurden bestimmte Wünsche des Flughafens zu Sicherheitsstandards und Sanierung der gastronomischen Anlagen im Vertrag festgehalten und dann auch auf unsere Kosten durchgeführt“, so Roland Hess, Geschäftsführer der Flair-Gastronomie.

Betreiber wollen bis 2018 weiter machen

Versuche, einen gerichtlichen Vergleich herbeizuführen, sind bisher gescheitert. Nun hält die Flair Gastronomie Dresden GmbH Mietzinszahlungen zurück und verrechnet diese mit entstandenen Umsatzschäden. Woraufhin die Flughafenbetreibergesellschaft den Pachtvertrag kündigte. Geschäftsführer Hess will durchhalten und mit seinen 30 Mitarbeitern bis 2018 am Standort bleiben: „Ich werde auf keinen Fall so einfach das Feld räumen.“ Nun soll der Fall vor das Oberlandesgericht gehen.