Auch Dresden vom Pilotenstreik betroffen: Was man beachten sollte

Passagiere, die in den kommenden Tagen mit Lufthansa oder der Firmentochter Germanwings reisen wollen, sollten Einiges beachten. Denn obwohl Streiks angekündigt sind, besteht kein Anspruch auf kostenlose Stornierung oder Umbuchung. Die Piloten-Gewerkschaft hat aber immerhin zugestanden, über den Ausstand im Vorfeld zu informieren, sodass Fluggäste sich darauf einstellen können. Prüfen Sie deshalb genau ihre Reisepläne! Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle geben die Flughäfen auf ihren Websites bekannt. Informationen über Ausfälle gibt es auch hier.

Nicht erst am Flughafen erfahren, welcher Flug betroffen ist

Wie zeitnah dies allerdings geschehen wird, darauf wollte man sich nicht festlegen. Bei den letzten Streiks im April hatte man diese 72 Stunden vorher angekündigt. Die Gewerkschaft gab nun an, dass mit Streiks „ab sofort“ zu rechnen ist. Man wolle aber vermeiden, dass Passagiere erst am Flughafen erfahren, dass ein Flug ausfalle.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo ist der Streit um Lohnerhöhungen und die Übergangsrente für 5400 Piloten. Bereits im April hatte es aus diesem Grund nach Warnstreiks zahlreiche Flugausfälle gegeben. Die Pilotengewerkschaft „Cockpit“ hatte die Verhandlungen mit Lufthansa am 22.8.2014 für gescheitert erklärt und Streiks angekündigt. Denn Lufthansa will das Renten-Eintrittsalter wegen der hohen Kosten und der per Gesetz auf 65 Jahre hoch gesetzten Altersgrenze deutlich erhöhen. Derzeit gehen Lufthansa-Piloten im Schnitt mit 59 Jahren in den Ruhestand. Zudem verlangt „Cockpit“, dass die Löhne um zehn Prozent steigen sollen. Die Lufthansa bietet 5,16 Prozent an.

Kein flächendeckender Streik

Nach Angaben von Lufthansa will das Unternehmen im Notfall einen Teil des üblichen Flugplans wie bereits im April mit freiwilligen Piloten sowie Managern mit Pilotenschein stemmen. Von einem flächendeckenden Streik ist derzeit nicht auszugehen. Auch mehrtägige Streiks erwartet die Airline nicht. Das Unternehmen hat angekündigt, einen Sonderflugplan zu entwickeln, um wesentliche Strecken aufrechtzuerhalten. Immerhin hatte der Konzern durch den Streik im April bereits einen wirtschaftlichen Schaden im zweistelligen Millionenbereich zu beklagen.

Grund dafür war die Kulanz von Lufthansa. Denn man hatte Kunden, deren Flüge ausgefallen waren, Tickets für die Züge der Deutschen Bahn gewährt. Ausfallende Flüge durften kostenlos storniert werden, wenn sie online unter Lufthansa.com gekauft worden waren. Flüge, die trotz Streik stattfanden, konnten kostenlos einmalig umgebucht werden. Rein rechtlich wäre die Lufthansa zu diesen Angeboten nicht verpflichtet gewesen.

Wer im Rahmen einer Pauschalreise einen Lufthansa-Flug gebucht hat, muss sich an den Reiseveranstalter wenden. Die Lufthansa rät, auf jeden Fall mit dem Reiseunternehmen Kontakt aufzunehmen und zu erfragen, ob man bereits auf eine andere Fluggesellschaft umgebucht worden sei. Wer unterwegs „strandet“ muss laut EU-Fluggastrechteverordnung von der Airline oder vom Veranstalter betreut werden.

Vom Streik betroffene Passagiere, die ihren Wagen am Flughafen Dresden parken und bei easy park & fly reserviert haben, sollten uns vorab mitteilen, dass Sie nicht anreisen werden, dann müssen sie keine Storno-Gebühren zahlen. Sollten Kunden anreisen und am Terminal feststellen, dass der Flug gestrichen wurde, berechnen wir für die entstandenen Unkosten (Transfers) 1 Tag.

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